MVPtreff. · Hitzefrei 2026 · Copilot & AI

Copy to Org: Copilot-Agents zentral steuern

Fabio Bonolo zeigt, wie IT-Admins Agents aus dem Agent Builder kontrolliert in die Organisation überführen – für mehr Governance und weniger Agent Sprawl.

Der Agent Builder macht es Endanwenderinnen und Endanwendern leicht, eigene Agents zu erstellen. Genau diese Stärke kann für die IT zur Herausforderung werden: Viele dezentrale Agents erschweren Überblick, Sicherheit und Bereitstellung. Mit Copy to Org bietet Microsoft einen schlanken Freigabeprozess, der die Kontrolle an die Organisation übergibt.

Die Herausforderung

Wenn aus Self-Service Agent Sprawl wird

Im Agent Builder können Mitarbeitende schnell eigene Agents bauen und veröffentlichen. In Agent 365 erscheinen diese zunächst mit dem Publisher-Typ Your Users. Administratoren sehen Plattform und Owner und können Agents beispielsweise blockieren oder Benutzenden zuweisen. Für eine umfassende zentrale Steuerung fehlen jedoch wichtige Möglichkeiten.

Begrenzte Transparenz

Details, Referenzierungen und Sicherheitskonfigurationen sind nur eingeschränkt verfügbar.

Dezentrale Verantwortung

Teilen und Verfügbarkeit liegen zunächst beim jeweiligen Endanwender.

Wachsende Agent-Landschaft

Ohne Governance entsteht schnell ein schwer überschaubarer Wildwuchs.

Fehlende zentrale Policies

Zugriff und organisatorische Bereitstellung lassen sich nicht vollständig steuern.

Der Prozess

So funktioniert Copy to Org

Ein veröffentlichter Agent kann im Agent Builder über das Drei-Punkte-Menü mit „An den Organisationskatalog übermitteln“ zur Freigabe eingereicht werden. Im Hintergrund startet automatisch ein Approval-Prozess. Die Anfrage landet in Agent 365 unter Requests, wo die IT sie prüfen, ablehnen oder in den Organisations-Store veröffentlichen kann.

Agent veröffentlichen
Der User stellt seinen Agent im Agent Builder bereit.
Zur Organisation senden
Copy to Org startet die Freigabeanforderung.
IT prüft den Request
Administratoren kontrollieren Agent und Richtlinien.
Im Store bereitstellen
Die Organisation steuert Zielgruppen und Zugriff zentral.
Mehr Kontrolle

Was sich mit „Your Org“ ändert

Nach der Freigabe entsteht eine neue Agent-Instanz in der Registry mit dem Publisher-Typ Your Org. Damit gewinnt die IT zusätzliche Verwaltungsoptionen: Sie kann den Agent für definierte Benutzergruppen bereitstellen, Policies anwenden, Sicherheitsanforderungen hinterlegen und die Verfügbarkeit über den Agent Store steuern.

Wichtig: Copy to Org erstellt eine organisatorisch verwaltete Instanz. Der ursprüngliche User-Agent bleibt zunächst bestehen. Fabio empfiehlt, diese Version anschließend zu blockieren oder zu entfernen, damit nur der zentral gesteuerte Agent verfügbar ist.
Governance

Zugriff nicht mehr über einzelne Freigabelinks steuern

Statt dass der Owner den Agent immer wieder direkt teilt, finden berechtigte Nutzerinnen und Nutzer ihn im Agent Store. Die IT definiert zentral, wer Zugriff erhält. Das macht den Prozess nachvollziehbarer, effizienter und besser skalierbar – besonders in Organisationen, in denen viele Fachbereiche eigene Agents entwickeln.

Self-Service und Governance zusammenbringen

Copy to Org erhält die einfache Erstellung im Agent Builder und ergänzt sie um einen klaren organisatorischen Übergabepunkt. So können gute Fachbereichs-Agents weitergenutzt werden, ohne dass Steuerung, Sicherheit und Bereitstellung dauerhaft beim einzelnen User verbleiben.

Wie steuert ihr selbst erstellte Agents in eurer Organisation? Teilt eure Erfahrungen und Fragen gerne in den Kommentaren.