Copy to Org: Copilot-Agents zentral steuern
Fabio Bonolo zeigt, wie IT-Admins Agents aus dem Agent Builder kontrolliert in die Organisation überführen – für mehr Governance und weniger Agent Sprawl.
Der Agent Builder macht es Endanwenderinnen und Endanwendern leicht, eigene Agents zu erstellen. Genau diese Stärke kann für die IT zur Herausforderung werden: Viele dezentrale Agents erschweren Überblick, Sicherheit und Bereitstellung. Mit Copy to Org bietet Microsoft einen schlanken Freigabeprozess, der die Kontrolle an die Organisation übergibt.
Wenn aus Self-Service Agent Sprawl wird
Im Agent Builder können Mitarbeitende schnell eigene Agents bauen und veröffentlichen. In Agent 365 erscheinen diese zunächst mit dem Publisher-Typ Your Users. Administratoren sehen Plattform und Owner und können Agents beispielsweise blockieren oder Benutzenden zuweisen. Für eine umfassende zentrale Steuerung fehlen jedoch wichtige Möglichkeiten.
Details, Referenzierungen und Sicherheitskonfigurationen sind nur eingeschränkt verfügbar.
Teilen und Verfügbarkeit liegen zunächst beim jeweiligen Endanwender.
Ohne Governance entsteht schnell ein schwer überschaubarer Wildwuchs.
Zugriff und organisatorische Bereitstellung lassen sich nicht vollständig steuern.
So funktioniert Copy to Org
Ein veröffentlichter Agent kann im Agent Builder über das Drei-Punkte-Menü mit „An den Organisationskatalog übermitteln“ zur Freigabe eingereicht werden. Im Hintergrund startet automatisch ein Approval-Prozess. Die Anfrage landet in Agent 365 unter Requests, wo die IT sie prüfen, ablehnen oder in den Organisations-Store veröffentlichen kann.
Der User stellt seinen Agent im Agent Builder bereit.
Copy to Org startet die Freigabeanforderung.
Administratoren kontrollieren Agent und Richtlinien.
Die Organisation steuert Zielgruppen und Zugriff zentral.
Was sich mit „Your Org“ ändert
Nach der Freigabe entsteht eine neue Agent-Instanz in der Registry mit dem Publisher-Typ Your Org. Damit gewinnt die IT zusätzliche Verwaltungsoptionen: Sie kann den Agent für definierte Benutzergruppen bereitstellen, Policies anwenden, Sicherheitsanforderungen hinterlegen und die Verfügbarkeit über den Agent Store steuern.
Zugriff nicht mehr über einzelne Freigabelinks steuern
Statt dass der Owner den Agent immer wieder direkt teilt, finden berechtigte Nutzerinnen und Nutzer ihn im Agent Store. Die IT definiert zentral, wer Zugriff erhält. Das macht den Prozess nachvollziehbarer, effizienter und besser skalierbar – besonders in Organisationen, in denen viele Fachbereiche eigene Agents entwickeln.
Self-Service und Governance zusammenbringen
Copy to Org erhält die einfache Erstellung im Agent Builder und ergänzt sie um einen klaren organisatorischen Übergabepunkt. So können gute Fachbereichs-Agents weitergenutzt werden, ohne dass Steuerung, Sicherheit und Bereitstellung dauerhaft beim einzelnen User verbleiben.
Wie steuert ihr selbst erstellte Agents in eurer Organisation? Teilt eure Erfahrungen und Fragen gerne in den Kommentaren.