Zero Web Query Logging für die Bing Websuche bei Copilot
Zero Query Logging für die Bing Websuche deaktiviert die Speicherfrist beim Bing Service. Alles genauere hier im Blogbeitrag.
Was ist Zero Query Logging?
Zero Query Logging (ZQL) ist eine Datenschutzfunktion in Microsoft 365 Copilot, die sicherstellt, dass bei der Nutzung von Websuche („Web Grounding“) keinerlei Abfragedaten in Bing gespeichert werden, anstelle von 6-18 Monaten (Quelle: Copilot, keine Bestätigung durch Microsoft, nur dass es gespeichert wird). Konkret bedeutet das: Wenn Anwender Copilot oder Copilot Chat verwenden und dabei externe Webinformationen einbeziehen, werden weder Suchanfragen noch zugehörige Identifikatoren dauerhaft protokolliert (Datenstream). Dies ist möglich, da Microsoft Websuchen über Copilot mit einem Privacy Flag markiert und so im Datenstrom zu Bing hin sortieren kann. Damit adressiert Microsoft gezielt Anforderungen an Datenschutz, Compliance und Datenminimierung in Unternehmensumgebungen; sowie die Möglichkeit die Websuche datenschutzkonform mit anderen Einstellungen, Nutzungsbedingungen, DLP, Datenklassifikation, entsprechender Risikoabwägung nutzen zu können. (Achtung: Keine Auftragsdatenvearbeitung, keine DPA, Verantwortlich ist Microsoft für die Verarbeitung)
Um dies technisch umzusetzen, verwendet Microsoft einen separaten, kuratierten Suchindex für Copilot-Webanfragen, der nur ausgewählte Inhalte aus dem vollständigen Bing-Index enthält. Dadurch kann Copilot weiterhin relevante Informationen liefern, ohne klassische Logging-Mechanismen zu nutzen. Gleichzeitig behalten Administratoren die Kontrolle: ZQL kann zentral aktiviert oder deaktiviert werden und ermöglicht so eine bewusste Steuerung von Datenschutz und Funktionalität.
Was passiert, wenn es aktiviert ist?
Die wichtigste Auswirkung von ZQL ist ein deutlich erhöhtes Datenschutzniveau bei der Nutzung von Websuche innerhalb von Copilot. Unternehmen können Web Grounding aktivieren, ohne befürchten zu müssen, dass Suchanfragen in externen Systemen gespeichert werden. Das reduziert Compliance-Risiken und erleichtert die Nutzung von KI-Funktionen gerade in regulierten Branchen.
Die Aktivierung beeinträchtigt nicht die Websuche, haben über 1000 Tests (Februar bis Juni 2026) bereits gezeigt. Es konnten keine schlechteren oder andere Ergebnisse mit und ohne ZQL aufgezeigt werden.
Wie ist es zu aktivieren?
Dies ist leider nicht per UI, per PowerShell oder Microsoft Graph möglich. Ihr müsst dazu ein Support-Ticket eröffnen und könnt dann über den Microsoft Support diese Funktion aktivieren.
In Zukunft soll dies auch über die Cloud Policies (config.office.com) funktionieren, wie die Dokumentation bei MSLearn und der zuständige Manager bestätigen, die Policy wird dann heißen: „Enable Zero Query Logging for Copilot web searches„. Mit dem Stand vom 10.06.2026 ist es aktuell noch nicht möglich, das die Policy nicht auswählbar ist. Es ist nur möglich die Websuche für Copiot hier zentral zu konfigurieren.
Was deaktiviert es nicht? Wo hat es keine Auswirkungen?
ZQL betrifft ausschließlich die Speicherung von Webanfragen in Bing, hat jedoch keinen Einfluss auf interne Protokollierungen innerhalb von Microsoft 365. So werden beispielsweise Prompts, Antworten und Suchbegriffe weiterhin im Microsoft Purview Audit Log erfasst und stehen für eDiscovery, Sicherheitsanalysen und Compliance-Zwecke zur Verfügung. So können auch immer in DSPM for AI die Suchanfragen (mit entsprechenden Regeln vorher einstellt) gesehen und überprüft werden. Dies da für die Compliance Zwecke diese Informationen im Postfach des Nutzers gespeichert werden.
Empfehlung
Die Empfehlung ist klar: Aktivieren der ZQL! Es gibt hier keine Alternative.
Quelle
Eine sehr gute Quelle ist natürlich das .md File aus dem die msLearn Doku geschrieben wird: https://github.com/MicrosoftDocs/microsoft-365-docs/blob/public/copilot/microsoft-365-copilot-zero-query-logging.md