Hitzefrei, aber nicht beim Thema Nachhaltigkeit
Die Temperaturen klettern gefühlt von Jahr zu Jahr auf neue Höchstwerte. Während wir nach dem nächsten Schattenplatz suchen oder uns über Klimaanlagen freuen, wird immer deutlicher: Der Klimawandel ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern Teil unseres Alltags.
Genau deshalb gefällt mir die MVP-Aktion „Hitzefrei“ so gut. Über 50 Microsoft MVPs teilen ihr Wissen mit der Community, in Blogposts, Videos, Livestreams und vielen weiteren Formaten. Eine tolle Gelegenheit, um auch mal auf ein Thema zu schauen, das in der IT häufig noch zu wenig Aufmerksamkeit bekommt: Nachhaltigkeit.
Was hat Cloud mit Nachhaltigkeit zu tun?
Auf den ersten Blick vielleicht nicht viel. Schließlich sieht man die Rechenzentren hinter Azure nicht direkt. Aber jede Anwendung, jeder Service und jede Ressource benötigt Energie. Je effizienter wir unsere Cloud-Umgebungen betreiben, desto geringer sind sowohl der Ressourcenverbrauch als auch die entstehenden Emissionen.
Der erste Schritt ist dabei immer Transparenz. Denn nur wer weiß, wo Emissionen entstehen, kann gezielt etwas dagegen tun.
Azure Carbon Optimization macht Emissionen sichtbar
Mit Azure Carbon Optimization (direkter Link ins Azure Portal) stellt Microsoft ein Werkzeug bereit, das Unternehmen dabei unterstützt, die Emissionen ihrer Azure-Umgebung besser zu verstehen. Die Lösung zeigt Emissionsdaten bis auf Ressourcenebene und liefert konkrete Empfehlungen, wie sich die Umweltbelastung reduzieren lässt. Dazu gehören beispielsweise Hinweise auf ungenutzte oder überdimensionierte Ressourcen sowie Vorschläge für effizientere Konfigurationen.
Besonders interessant finde ich dabei, dass die Empfehlungen nicht nur die möglichen CO₂-Einsparungen aufzeigen, sondern auch die Auswirkungen auf die Kosten transparent machen.
Gut für die Umwelt, oft auch für das Budget
Und genau hier wird es spannend.
Viele Maßnahmen, die den CO₂-Fußabdruck reduzieren, sind gleichzeitig klassische FinOps-Maßnahmen. Nicht genutzte virtuelle Maschinen abschalten, überdimensionierte Ressourcen verkleinern oder ineffiziente Workloads optimieren. Das spart Energie und häufig auch bares Geld.
Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz sind also keine Gegensätze. In vielen Fällen gehen beide Hand in Hand.
Ein guter Anlass zum Nachdenken
Die aktuelle Hitze erinnert uns täglich daran, dass die Herausforderungen rund um den Klimawandel real sind. Als IT-Profis werden wir die Welt nicht alleine retten. Aber wir können bewusste Entscheidungen treffen und die Werkzeuge nutzen, die uns zur Verfügung stehen.
Vielleicht ist die MVP-Aktion „Hitzefrei“ genau der richtige Anlass, sich einmal die eigene Azure-Umgebung anzuschauen. Wer dabei Emissionen reduziert, spart oft nicht nur CO₂, sondern auch Kosten.
Und das ist vermutlich eine der angenehmsten Arten, etwas für die Umwelt zu tun.